Aus meiner Praxis als ausgebildete Aquatic Bodywork Therapeutin, systemische Coach und Traumaheilanwenderin begegnet mir oft das Phänomen der emotionalen Taubheit, der inneren Desorientierung oder einer gewissen Unfähigkeit wahrzunehmen welche Entscheidung für jemanden ansteht. Ich sehe viel Suchen nach Gründen dafür in anderen Menschen, Situationen oder Umständen.

Oft kommen auch Einzelne auf mich zu und benennen, dass sie näher zu sich kommen möchten, sich suchen. Andere fühlen Aspekte von sich und viele andere gar nicht. Wieder andere haben Ideen von sich selbst, können aber keine Verbindung zu sich herstellen geschweige denn spüren, was ihr wahres Selbst gerade signalisiert. Es gibt auch Menschen, die guten Zugang zu ihren Emotionen haben und ganz bestimmte Anteile ihres Kinderlebens abgespalten haben und diesen als Erwachsene plötzlich wie von außen begegnen.

Die Variation an Möglichkeiten von Wahrnehmungen und Symptomen sind so vielseitig, wie ein einzelner Mensch nur sein kann - das multipliziert mit der Gesamtbevölkerung der Erde. Jeder Zustand in jedem Menschen ist einzigartig und so sind auch die Symptome.

Ja, und das sind alles keine ungewöhnlichen Symptome, wenn jemand mit schweren Verlusten oder Übergriffen in der frühen Kindheit konfrontiert war, die schwerwiegende emotionale Verletzungen in ihm erzeugt haben. Je jünger dieser Mensch war, desto intensiver nimmt ein Kind oder gar ein Baby diese Einflüsse auf und verarbeitet sie meist gar nicht oder nur in wenigen Bruchstücken, so dass drastische Blockierungen über das Nervensystem in den Körperzellen und dem Gewebe verbleiben können. Auch hier hängen die Schwere und Tiefe dieser Blockierungen von der Fähigkeit des jungen Menschen ab diese Erlebnisse zu verkraften.

Hochsensible Babies zum Beispiel sind energetische und nervlich oft weniger in der Lage die schmerzhaften Emotionen zu verarbeiten, haben aber Zugang zu einer ausgeprägtere emotionale Intelligenz, die ihnen später dabei hilft die Zusammenhänge besser zu verstehen und so die emotionalen Blockaden im Erwachsenenalter aufzulösen und sich von dem Trauma zu heilen.

Das ist nicht nur nur eins, sondern ein Dauertrauma!

Wer von Geburt an oder vorher schon bis in die Schulzeit oder noch länger emotionalen Angriffen, Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung ausgesetzt ist, wird zu einem schwerst traumatisierten Erwachsenen. Oft ist diesem es nicht klar, welche Wirkung sein Aufwachsen auf seine mentale und emotionale Gesundheit hatte. Dass er so zum Traumaopfer wurde, erscheint ihm dann verständlicherweise als überraschend neues Konzept.

Was ein Kind mit traumatischer Kindheit verinnerlicht, ist, das dies alles "ganz normal ist". Denn es kannte ja nichts anderes. Woher sollte es damals wissen, dass die Übergriffe wie Schläge, fehlende Zuneigung und Aufmerksamkeit, emotionaler oder sexueller Missbrauch, Mobbing in der Familie oder Ausbeutung sowie Gleichgültigkeit seitens der Eltern alles andere als "normal" ist? Erst im Vergleich mit den Elternhäusern seiner Freunde kamen ihm vielleicht erste Ideen, dass sein Zuhause anders war. Aber das geschieht meist erst in einem Alter, in dem die Traumatisierungen schon fest in seinem Körpersystem verankert sind.

Diese Verankerung beginnt sofort - je jünger das Kind, desto schneller blockiert der kleine Körper die Überwältigung. Manche mögen meinen, ein Baby bekommt nichts mit von Übergriffen oder von Streit geprägten Elternhäusern. Doch hier, liebe/r Leser/in, sei dir sicher: Das feine Gespür unseres perfekten Körpersystems fühlt bereits die mikrofeinste Grenzübertretung.

So kommt es zum Beispiel, dass ein Vater, der sein Baby oder Kind nie sexuell missbraucht hat, doch bei dem Kind diese Information hinterlassen hat.
Wie ist das möglich? Das kann schon durch seinen eigenen Mangel an erhaltener Zuneigung geschehen, dass er über sein Kind kompensiert. Etwas konkreter könnte das so aussehen: Ein Vater nähert sich seinem Kind, um Spaß und Freude im Spiel mit seinem Kind zu erleben. Er spielt mit dem kleinen Baby, kitzelt und krabbelt es am Bauch oder nimmt es in den Arm und drückt es zu eng. Wenn der Vater sich hier Zuneigung von seinem Kind holen will anstatt ihm geben zu wollen, verinnerlicht das Kind Übergriff, Ausnutzen, Missbrauch und ruft dazu passende Emotionen wie Wut und Angst ab.

Wenn der Vater sein Kind zum Beispiel in einer Weise berührt, die nur eine einzige Sekunde lang eine Intention für das Baby spürbar macht, die ein Verlangen nach körperlicher Nähe signalisiert, verinnerlicht das Baby vielleicht einen sexuellen Missbrauch, den es aber real nie gegeben hat. Diese Information wird ihm aber erst im Erwachsenen zugänglich, wenn sein System bereit ist, diesen Schmerz herauszulassen. Ein Baby kann schon sehr fein wahrnehmen - je sensibler das kleine Wesen ist, desto mehr kann es wahrnehmen und sich hindurch erleben und verarbeiten aber auch blockieren. Ein durchlässiges Körpersystem nimmt viel Energie aus dem Feld auf uns kreiert so auch tiefere, feinere und präzisere Informationen dazu.

Diese Beispiele geben nur eine kleine Idee davon, welchen großen Einfluss Kindheits-Traumata für das spätere Leben des Erwachsenen haben können. Traumatische Einflüsse zeigen sich in allen Lebenslagen und Situationen. Sie wiederholen sich so oft und so lange, bis der Mensch die Ursache aufgedeckt und die Emotionen dazu freigesetzt und verarbeitet hat.

So trennt Kindheitstrauma dich vom Kontakt zu anderen Menschen

Je schwerwiegendere Erfahrungen ein Kind macht, desto mehr ist es vom Kontakt mit der Außenwelt getrennt. Sein Körper schützt es vor zu viel Leid und Schmerz und schließt die begleitenden Emotionen ein, damit der kleine Mensch überlieben kann. Das ist eine grandiose Fähigkeit des menschlichen Körpers! So wächst der kleine Mensch heran ohne sich bewusst zu sein, was ihm widerfahren ist oder wie belastend seine Erlebnisse für ihn waren.

Bis diese Lasten eines Tages beginnen sich in seinem Leben zu zeigen... Wir sprechen dann von Mustern, die die Blockaden sichtbar machen. Das ist dann der Moment, in dem Heilung möglich wird. Denn bis dahin war der Mensch vom Kontakt zu sich, seinem damaligen Selbst, abgeschnitten. Wer von Anteilen seines Sein getrennt ist, ist auch nicht zu einem vollumfänglichen Kontakt zu anderen Menschen fähig. Das kann zu schmerzlicher Sehnsucht nach Bindung oder / und Bindungsangst sowie vielen anderen Symptomen in menschlichen Beziehungen führen.

Bevor Kontakt mit Menschen wirklich möglich ist, so dass es für den Erwachsenen stimulierend und positiv ist, braucht es zuerst den Kontakt zu den verletzten Anteilen des kleinen Kindes in ihm, zu den emotionalen Verletzungen, die noch im System blockiert sind. Sobald diese Verbindung hergestellt ist, kann dieser Mensch die Erlebnisse heilen, die Ursachen auflösen und schon beginnen Bindungen mit Anderen zu pflegen. Doch auch das ist sehr individuell, denn jedes System ist anders und hält unterschiedlich viel menschliche Nähe aus.

Was die Barrieren mit der Zeit sanft einreißt, ist das ständige Auflösen der blockierten Emotionen im Nervensystem, sodass sich das ganze Körpersystem mehr und mehr beruhigen kann. Ein innerlich ruhigerer Mensch hat mehr und mehr Handlungsspielraum und Möglichkeiten mit Situationen umzugehen. Der innere Raum wird größer auch für die Wahrnehmung anderer Personen. Sobald das passiert, ist jemand auch besser bereit mit Menschen in Kontakt zu treten.

Kindheitstrauma schränkt ein Leben sehr sein. Ja, das kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Dich auf der anderen Seite gibt es dem Leben und dem einen Körpersystem eine unglaublich umfangreiche Kompetenz und Weisheit, das universelle Leben zu verstehen. Es herrschen viel tiefere Zugänge zum Sinn des Lebens, zur göttlichen Lebensaufgabe, zu den Gaben und natürlichen Fähigkeiten eines Menschen, die ihm ein glückliches und erfülltes Leben bescheren sofern er diese Ressourcen nutzt. Vor dieser Erkenntnis kann Trauma eine segensreiche Erfahrung sein, die eine sensible Seele, die traumatisierte Menschen meistens sind, zu ihrem eigentlichen Lebenszweck und ihrer großen Lebensaufgabe führen, die sie hier in die Welt zu bringen haben.

 

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